{"id":1757,"date":"2022-12-08T13:46:07","date_gmt":"2022-12-08T13:46:07","guid":{"rendered":"https:\/\/netzforma.org\/?p=1757"},"modified":"2022-12-17T12:54:30","modified_gmt":"2022-12-17T12:54:30","slug":"care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/netzforma.org\/en\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","title":{"rendered":"Care &#038; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Care und Digitalisierung weben ein Netz vielf\u00e4ltiger Zusammenh\u00e4nge. Umso wichtiger erscheint dabei eine genuin netzfeministische Perspektive, die Sorgearbeit in einer umfassenden Digitalisierung vielf\u00e4ltiger Lebensbereiche ernst nimmt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>von <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/ann-kathrin-koster\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ann-Kathrin Koster<\/a> und <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/hannah-lichtenthaeler\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hannah Lichtenth\u00e4ler<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\" alt=\"In der Mitte ist ein Smartphone Bildschirm, darin abgebildet, \u00fcber den Bildrand hinausragend sitzt eine Person im Schneidersitz, mit den Armen auf den Knien abgelegt, kurze blonde Haare, blaue Jeans, wei\u00dfes Tshirt. Mit Linien und Icons verkn\u00fcpft gehen weitere Bilder um das Smartphone herum. Unten rechts halten drei Demonstrierende die Verdi Fahnen hoch, dar\u00fcber ist eine Schwarze Faust zu sehen. Dar\u00fcbe recht oben in der Ecke ist ein Bild mit sechs Kacheln von einer Videokonferenz zu sehen. Links oben in der Ecke ist eine \u00c4rztin mit Headscarf zu sehen. Davon geht ein Bild mit drei Pillen ab, darunter eines mit einer Hand, die eine Pille und ein Glas Wasser h\u00e4lt. Darunter ist ein positiver Schwangerschaftsatest sowie ein Eierstock mit eingenisteter Eizelle sowie darunter einem F\u00f6tus im Uterus zu sehen.\" class=\"wp-image-1569\" srcset=\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-300x225.jpeg 300w, https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-768x576.jpeg 768w, https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Illustration: <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/lucie-langston\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lucie Langston<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Care-Arbeit ist ein Kosmos unterschiedlicher T\u00e4tigkeiten: Sorgearbeit ist reproduktive Arbeit, insofern, als dass sie auf den Erhalt menschlichen Lebens abzielt und damit einen wesentlichen Beitrag zur Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung leistet. Wenn Kinder nicht mehr den Weg in die Schule finden, Lebensmittel nicht mehr eingekauft und die Eltern nicht mehr unterst\u00fctzt werden, dann stehen die M\u00fchlen der Gesellschaft still. In all jene Felder halten digitale Anwendungen und Unterst\u00fctzungen Einzug \u2013 sei es, weil wir unsere Lebensmittel bequem per App bestellen und nach Hause liefern k\u00f6nnen und auch die Reinigungskraft ganz unkompliziert per App vermittelt zu uns nach Hause kommen kann. Dienstleistungsangebote, die uns reproduktive Arbeiten abnehmen, werden in schier unendlichem Ma\u00dfe in die daf\u00fcr vorgesehenen App-Stores gesp\u00fclt (<em>Flink<\/em>, <em>Gorilla<\/em>, <em>Helping<\/em>, etc).<\/p>\n\n\n\n<p>Das ist jedoch nur ein kleiner Teil dessen, was sich \u00fcber das Ineinandergreifen von Care und Digitalisierung betrachten l\u00e4sst. Die Idee zum Dossier entstand vor der Beobachtung einer zunehmenden digitalen Begleitung des Prozesses des Eltern-Werdens und Eltern-Seins, aber auch der Entscheidung, nicht Eltern werden zu wollen. Einerseits geschieht dies in Form von Apps: Zyklus-Apps, Apps zur Verfolgung der Entwicklung des F\u00f6tus, zur F\u00f6rderung der mentalen wie physischen Gesundheit w\u00e4hrend der Schwangerschaft, oder zur F\u00f6rderung der Selbstbestimmung in der Schwangerschaft und w\u00e4hrend der Geburt. Andererseits bilden auch digitale Communities vor allem in sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder Twitter einen wesentlichen Bezugspunkt reproduktiver Arbeit. Sie stellen neue Informationsnetzwerke dar, in denen Gleichgesinnte sich verbinden, Hilfe und Rat suchen, aber auch Anregungen und Empfehlungen aussprechen. Es entstehen neue Welten der #momtobe, #momsofinstagram oder der #momoftwo. Soziale Plattformen werden so zu zentralen Anlaufstellen f\u00fcr alle Neu-Eltern oder auch derjenigen, die keine werden wollen oder es sogar bereuen \u2013 #regrettingmotherhood. Dar\u00fcber hinaus gibt es auch Apps, Menschen mit Kindern in ihrer Umgebung zusammenzubringen, um zu erleichtern andere Eltern kennenzulernen, eine Dating-App f\u00fcr Playdates mit den Kids sozusagen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter diesen Prozessen stehen grundlegende Forderungen feministischer Bewegungen, die zwar in unterschiedlichen Kontexten entstanden sind, doch trotzdem Gemeinsamkeiten aufzeigen. Es geht dabei vor allem um das Aufbrechen von patriarchalen Machtstrukturen und Ungleichheitsverh\u00e4ltnissen, die Diskriminierung fortf\u00fchren und Ausschl\u00fcsse festigen und damit vor allem marginalisierte Personen aus den LGBTIQ+ und BIPoC Communities betreffen. Feministische Netzpolitik besch\u00e4ftigt sich vor allem mit Fragen bez\u00fcglich Zugang zum und Teilhabe am Internet und digitalen Inhalten, Urheberrecht, Datenschutz, \u00dcberwachung, digitaler \u00d6ffentlichkeit sowie der Bek\u00e4mpfung digitaler Gewalt.<sup>1<\/sup> Diese grundlegenden feministischen K\u00e4mpfe um Zugang, Teilhabe, Repr\u00e4sentanz, Sichtbarkeit, Schutz vor \u00dcberwachung und Gewalt finden sich auch in der Bewegung reproduktiver Rechte und sexueller Selbstbestimmung wieder. Dar\u00fcber hinaus geht es auch um Gerechtigkeit, weshalb das Dossier auch auf das Konzept der reproduktiven Gerechtigkeit blickt, das in den 90er Jahren im Schwarzen Feminismus der USA entstand mit dem Ziel reproduktive Rechte mit sozialer Gerechtigkeit zu verkn\u00fcpfen.<sup>2<\/sup> Ziel dieses Dossiers ist es, Gemeinsamkeiten beider Konzepte herauszustellen und nach Visionen f\u00fcr eine gerechte, feministische, digitale Zukunft f\u00fcr alle Menschen &#8211; ob mit oder ohne Kinderwunsch &#8211; Ausschau zu halten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wir widmen uns reproduktiver Arbeit vor allem hinsichtlich der Rolle als <em>Eltern<\/em> \u2013 nicht nur bedingen Phasen der Schwangerschaft und damit letztlich die Geburt den Start neuer Beziehungsgeflechte \u2013 die Eltern-Kind-Beziehung wie auch Beziehungen zu anderen Eltern \u2013, sie bringen im weiteren Verlauf mitunter auch neue reproduktive T\u00e4tigkeiten mit sich. Das umfasst sowohl die Arbeit und die Sorge um den eigenen K\u00f6rper im Verlauf der Schwangerschaft wie auch die Sorge um das Heranwachsen des neuen Menschen, als auch im Anschluss daran die Umsorgung der Kinder und damit verbunden notwendigerweise weiterer anfallender Arbeiten. Neben den konkret materialistischen Aspekten wird der Prozess jedoch auch von neuen Zuschreibungen begleitet. Hier spielen Rollenerwartungen an (Nicht-)Eltern ebenso eine Rolle wie Geschlechterstereotype. Eltern-Werden oder -Sein geht auf besondere Weise mit der Perpetuierung verschiedener Geschlechterrollen einher \u2013 sei es das vermeintliche \u201eMutterideal\u201c oder das Sprechen \u00fcber die neue \u201eVaterrolle\u201c oder aber das Ziel der Vereinbarkeit oder der gerechten Aufteilung von Care-Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie steht es also um reproduktive Gerechtigkeit in Zeiten umfassender Digitalisierung? Welches Bild von Schwangerschaft und Elternschaft entsteht etwa in sozialen Medien? Tr\u00e4gt dieses zur Selbsterm\u00e4chtigung und Selbstbestimmung in Bezug auf Reproduktion bei? Wie wird Sorgearbeit vermittelt und inszeniert? Wir fragen aber auch danach, welche Angebote zur Unterst\u00fctzung von Sorgearbeit und reproduktiver Rechte digitale Infrastrukturen bieten und wie diese genutzt werden k\u00f6nnen, ein realistisches Bild von Sorgearbeit zu zeichnen und dadurch gerade eine gerechte Aufteilung zu f\u00f6rdern und so emanzipative Momente zeitigen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Digitale Angebote \u2013 allen voran das Internet und speziell die sozialen Medien \u2013 stellen gegenw\u00e4rtig einen zentralen Ort des Informationsaustausches und damit der Wissensvermittlung dar. Neue Rollen und neue Arbeiten m\u00fcssen gelernt, routiniert und internalisiert werden. Digitalisierung hilft dabei, indem wir uns binnen Sekunden unz\u00e4hlige Informationen erklicken k\u00f6nnen. In schnelllebigen Formaten und kurzen Texten, wie sie in sozialen Medien vorherrschen und eine gro\u00dfe Reichweite erzielen wollen (#tl:dr), sind Stereotypen h\u00e4ufig zu finden. Deutlich wird: Die Verrichtung von Care-Arbeit ist in hohem Ma\u00dfe begleitet von Zuschreibungen. Weit verbreitet und tief verankert ist etwa die Annahme, Frauen seien in besonderem Ma\u00dfe f\u00fcr die Verrichtung von Sorgearbeit geeignet, da sie besonders liebevoll, sensibel und auf die Bed\u00fcrfnisse anderer ausgerichtet seien. Frauen, also weiblich sozialisierte Personen, seien qua Natur dahingehend veranlagt, die Bed\u00fcrfnisse von anderen zu befriedigen. Gleiches gilt f\u00fcr die Zuschreibung als Mutter \u2013 M\u00fctter sollen gerade ihre Kinder selbst betreuen, sie sollen aufopferungsbereit sein und Kindern ein liebevolles Zuhause geben. Das schlie\u00dft nicht selten die Notwendigkeit eines \u201cperfekten\u201d Familienheims ein. All jene Zuschreibungen, imagin\u00e4re wie auch stereotype, werden in sozialen Netzwerken propagiert, zur Schau gestellt und letztlich auch zum Gegenstand gesellschaftlicher Auseinandersetzung und Kritik.\u00a0\u00a0Mit solchen Stereotypen bricht der Twitteraccount @MayamitKind. Erz\u00e4hlt wird hier der Alltag einer polyamoren Patchwork-Familie aus der Sicht einer trans Mama. In ihrem Audiobeitrag schildert <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/1525-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Maya<\/strong><\/a><strong> <\/strong>den (nicht)emanzipativen Zusammenhang von Care-Arbeit und Digitalisierung. Maya spricht hier vor allem \u00fcber die Bedeutung queerer Eltern-Communities in sozialen Netzwerken und den gleichzeitigen Herausforderungen im Umgang mit digitaler Gewalt in ebendiesen R\u00e4umen. Im Wiederabdruck des Missy-Artikels \u201cWer wird die Menschheit der Zukunft zur Welt bringen?\u201d fordern <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/wer-wird-die-menschheit-der-zukunft-zur-welt-bringen\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Ulla Heinrichs<\/strong> und <strong>Anan Fries<\/strong><\/a><strong> <\/strong>den engen Zusammenhang von Schwangerschaft und Weiblichkeit heraus, indem sie die Idee eines transhumanen K\u00f6rpers durchspielen und so Schwangerschaft in nicht-bin\u00e4ren Kategorien denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange schon h\u00e4lt sich die Beobachtung, dass gerade in heterosexuellen Beziehungen die Geburt von Kindern zu Re-Traditionalisierungsprozessen f\u00fchre. Gemeint ist damit der Umstand, dass es \u00fcberwiegend Frauen sind, die die neu anfallenden T\u00e4tigkeiten \u2013 insbesondere die Betreuung der Kinder \u2013 \u00fcbernehmen \u2013 und das, obwohl sie in gleichberechtigten Beziehungen leb(t)en. Damit schreibt sich entgegen einer vermeintlichen Annahme einer zunehmenden Gleichberechtigung der Geschlechter vielmehr eine \u201ePersistenz geschlechterdifferenzierter Arbeitsteilung\u201c fort (<a href=\"https:\/\/link.springer.com\/content\/pdf\/10.1007\/s11577-016-0374-5.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">M\u00fcller\/Zilien 2016: 410<\/a>). Doch wie l\u00e4sst sich dies erkl\u00e4ren? Unterschiedliche Untersuchungen zeigen, dass dies bereits gef\u00f6rdert wird, bevor Kinder \u00fcberhaupt geboren werden. Schwangerschaften sind hierbei also ein besonders sensibler Zeitraum, was eine m\u00f6gliche parit\u00e4tische Aufteilung von Care-Arbeit betrifft. So zeigten etwa Studien, dass eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung bereits in Geburtsvorbereitungen angestrebt werde, vor allem durch gezielte Ansprachen von M\u00e4nnern und Frauen und damit verbundenen traditionellen Zuschreibungen. Ein wichtiges Stichwort ist in diesem Kontext \u201cmental load\u201d \u2013 gemeint ist hier die Verantwortung, die mit der Organisation von allt\u00e4glichen Aufgaben einher geht, wobei diese kognitive Sorgearbeit als besonders belastend empfunden wird. Neben der aktiven Arbeit fallen hier vor allem das Drandenken und Nicht-Vergessen, das Kontrollieren und Nachfragen ins Gewicht. In ihrem Audiobeitrag geht <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/mental-load\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Jo L\u00fccke<\/strong><\/a> f\u00fcr uns genauer auf den Zusammenhang von Mental Load und Digitalisierung ein. Um genau diese (un)gerechte Aufgabenteilung plastisch zu veranschaulichen hat <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/care-rechner-das-digitale-tool-zur-sichtbarmachung-von-care-arbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Johanna Fr\u00f6hlich Zapata<\/strong><\/a><strong> <\/strong>den <a href=\"https:\/\/alltagsfeminismus.de\/carerechner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Care-Rechner<\/a> entwickelt. Ein erster Schritt kann, wie sie sagt, \u200b\u200b\u201ddas Sichtbarmachen\u201d eben jener ungerechten Verteilung sein. In ihrem Audiobeitrag stellt sie uns das Rechentool vor und erkl\u00e4rt, was sie zur Programmierung bewegt hat.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Solche Zuschreibungen schreiben sich in sozialen Netzwerken als Lernorte zuk\u00fcnftiger Eltern fort. Gerade hier l\u00e4sst sich hinsichtlich zuk\u00fcnftiger Elternrollen eine Re-Traditionalisierung beobachten. Es sind zudem haupts\u00e4chlich <em>wei\u00dfe <\/em>cis-Frauen in normativen K\u00f6rpern, die ein traditionelles heteronormatives Bild von Familie vermarkten. Dies reproduziert Ausschl\u00fcsse von u.a. BIPoC Personen, nicht-bin\u00e4ren Eltern, trans* Eltern oder queeren Eltern, die in diesem normativen Narrativ so gut wie nicht vorkommen. Das ist besonders heikel, da gerade werdene Eltern \u2013 und dabei insbesondere M\u00fctter \u2013, so <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/instamoms-feminismus-oder-retraditionalisierung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Friederike Jage-D\u2019Aprile<\/strong><\/a>, vermehrt nach Informationen auf sozialen Medien suchen und diese Plattformen auch von vor allem <em>wei\u00dfen<\/em>, weiblich gelesene Personen in cis-heternormativen Beziehungen mit Beitr\u00e4gen \u00fcber Schwangerschaft, Kindererziehung und Care-Arbeit bespielt werden. So wird deutlich, dass gerade soziale Medien das Bed\u00fcrfnis nach Wissen zu den Umst\u00e4nden des Familienlebens, von Schwangerschaft, Kindererziehung und Elternschaft zunehmend befriedigen \u2013 sie tun dies aber, wie <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/wie-instagram-zur-retraditionalisierung-der-rollenbilder-beitraegt\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Lisa Trautmann<\/strong><\/a> in ihrem Beitrag\u00a0 schreibt, indem sie \u201eFrauen- und Mutterrolle[n] transportier[en], die eher den normativen Erwartungen von 1950 als 2020\u201c entsprechen. An vorderster Front steht die aufopferungsvolle Mutter, die sorglos Kinderbetreuung und Haushalt meistert \u2013 und wenn es gew\u00fcnscht ist oder sein muss, auch gleich die Rolle einer erfolgreichen Unternehmerin verk\u00f6rpert. F\u00fcr solche Rollenbilder hat sich auf sozialen Medien der Begriff der\u00a0erfolgreichen #Instamoms etabliert. Zwar zeigen auch die gro\u00dfen Profile hier und da Br\u00fcche im idyllischen Alltag \u2013 seien es Momente der \u00dcberforderung oder des Misslingens \u2013, in erster Linie verk\u00f6rpern sie alle jedoch ein Familien- bzw. Mutterideal, wie es auf sozialen Medien gesucht und erwartet wird: Perfekt, glanzvoll und zum Wohlf\u00fchlen, Probleme der Vereinbarkeit haben hier keinen Platz. Lisa Trautmann verwendet hier nicht als einzige die Zuschreibung einer <em>toxic positivity<\/em>. Im Wiederabdruck des Beitrags \u201cKI can\u2019t care. M\u00fctterlichkeit im Zeitalter K\u00fcnstlicher Intelligenz\u201d von <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/ki-cant-care\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Hannah Lichtenth\u00e4ler<\/strong><\/a> dass Mutterschaft in feministischen Diskursen oft als ein Randthema gilt. Sie setzt sich auf einer breiteren Ebene mit Bilder von Mutterschaft und M\u00fctterlichkeit in digitalen Medien und im Kontext intelligenter Technologien auseinander und wie diese Wege aufzeigen k\u00f6nnten, das Thema aktiver in feministische K\u00e4mpfe einzubinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei sollten wir nicht vergessen, dass soziale Medien meist von gro\u00dfen Tech-Unternehmen programmiert und bereitgestellt werden. Wie <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/1537-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Lena Weber<\/strong><\/a><strong> <\/strong>in ihrem Audio-Beitrag aufzeigt, besteht ein enger Zusammenhang zwischen \u00f6konomischen Strukturen und Erwerbsarbeit, der sich auch im Digitalen fortschreibt. Hierbei gewinnt gerade jenes Unternehmen, welches die meisten und detailliertesten Daten \u00fcber die eigenen User*innen generiert und diese gewinnbringend an Kund*innen vermitteln kann \u2013 damit diese wiederum gezielt Werbung f\u00fcr einen ausgew\u00e4hlten Personenkreis schalten und so den eigenen Absatz steigern. Gerade mit der Pr\u00e4sentation idyllischer Familienbilder und einer gelingenden Vereinbarkeit von Familie und Beruf l\u00e4sst sich eine Vielzahl an Bed\u00fcrfnissen befriedigen. Sie stillen gerade in Krisenzeiten die Sehnsucht nach Normalit\u00e4t und lenken vielfach von den eigenen Problemen ab. Sie bieten vielfach M\u00f6glichkeiten zur Flucht aus der Realit\u00e4t \u2013 Wissensvermittlung und soziale Praktiken von Elternschaft sind somit in spezifische \u00f6konomische Strukturen und damit zusammenh\u00e4ngende Interessen eingebettet. Soziale Medien sind auf das engste mit der Generierung von Einnahmen gro\u00dfer Tech-Unternehmen verbunden \u2013 und in diesem Kosmos nehmen eben jene reichweitenstarken #Instamoms eine wesentliche Rolle ein: Die Pr\u00e4sentation ihres privaten Familienlebens wird zum Beruf und ihr Handeln unterliegt nunmehr auch in hohem Ma\u00dfe \u00f6konomischen Zw\u00e4ngen. Wie <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitale-sorgearbeit-und-regenerative-arbeit-eine-vergleichende-perspektive-beider-konzepte\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Ute Kalender<\/strong> <\/a>in ihrem Beitrag aufzeigt, besteht die Arbeit solcher \u201cdigitalen Hausfrauen\u201d an dem unerm\u00fcdlichen Posten von Beitr\u00e4gen, dem Liken anderer Beitr\u00e4ge und dem Aufrechterhalten sozialer Netzwerke \u2013 dabei ist ein Gro\u00dfteil ihrer Arbeit jedoch nicht entlohnt, wie Ute Kalender schreibt, denn ein nicht unwesentlicher Teil \u201cihrer erwirtschafteten Gewinne geht [&#8230;] nicht an sie sondern als Profite an die Plattformbesitzenden und Unternehmen. Mark Zuckerberg geh\u00f6rt bekanntlich zu den reichsten Menschen der Welt.\u201d Diesen Eindruck unterst\u00fctzt <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitale-fursorge-im-freund_innenkreis\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Chris K\u00f6ver<\/strong><\/a> in ihrem Audiobeitrag. \u00dcber das Klicken und Liken hinaus, geht es vor allem darum digitale Sorgearbeit als solche anzuerkennen und zu verdeutlichen, dass Mikropraktiken auf sozialen Medien \u2013 das umfassende kommentieren und moderieren von Kommentaren unter Posts, das Anzeigen von Hassnachrichten und diffamierenden Bildern, das f\u00fcreinander Dasein unter Betroffenen von digitaler Gewalt \u2013 zentrale St\u00fctze des Plattformkapitalismus darstellen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sollten also die Aktivit\u00e4ten und das Engagement in sozialen Netzwerken nicht lediglich als eine Form von Eskapismus abtun. Vielmehr sollten wir die sich dort entfaltenden Praktiken gerade in ihrer wirklichkeitsstiftenden Wirkung ernstnehmen. Durch die Pr\u00e4sentation spezifischer Geschlechterrollen wird ein Normalzustand konstruiert und festgeschrieben, der kaum Platz neben heterosexuellen Familienidealen l\u00e4sst. Andere, realgelebte Modelle wie Freund*innenschaft, Patchwork, Alleinerziehende, Mehrelternschaft oder Wahlfamilien werden nicht nur ausgegrenzt, sondern fallen so hinter die gegenw\u00e4rtig gelebte Realit\u00e4t weit zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch die Strukturen der Wissensvermittlung im Digitalen sind vielf\u00e4ltig und d\u00fcrfen nicht allein als in der Tendenz konservativ interpretiert werden. Die Vermittlung notwendiger und zum Teil lebensrettender Informationen geschieht \u00fcber soziale Netzwerke hinaus. Gerade hier nehmen unterschiedliche digitale Infrastrukturen eine wichtige Rolle ein. Das zeigen etwa Initiativen wie <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/women-on-web-fuer-ein-web-for-women\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Women on Web<\/strong><\/a>, die sich bereits seit 2005 f\u00fcr die Vermittlung von Informationen zu sicheren Schwangerschaftsabbr\u00fcchen einsetzen und sich somit als digitales Beratungsangebot im Bereich der sicheren Abtreibung verstehen. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt die kanadische gemeinn\u00fctzige Organisation jedoch auch aktiv bei Abbr\u00fcchen: Sie bieten weltweit Online-Beratungen f\u00fcr Schwangerschaftsabbr\u00fcche an und leben so den urspr\u00fcnglichen Netzwerk- und Emanzipationsgedanken des fr\u00fchen Internets. Dabei hat sich die Arbeit von <a href=\"https:\/\/www.womenonweb.org\/de\/page\/521\/%C3%BCber-women-on-web\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">WoW<\/a> professionalisiert: von einer Webseite des \u201cpure[n] Chaos, sie war eine Art unzusammenh\u00e4ngendes Notizbuch von Rebecca [Rebecca Gomperts, die Gr\u00fcnderin von WoW], bestehend aus einer eklektischen Mischung von Texten und Bildern\u201d, zu einem weltweiten digitalen Unterst\u00fctzungsnetzwerk. Sie ist Raum pers\u00f6nlicher Erfahrungen und Geschichten, Ort wissenschaftlicher Informationen und M\u00f6glichkeit telemedizinischer Abtreibungen. Sie verstehen sich damit als Advokat*innen einer emanzipativen Gesundheitspolitik, die sich die M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume digitaler Anwendungen in erm\u00e4chtigender Weise zu eigen machen. Ebenfalls der Vermittlung sicheren Wissens rund um Schwangerschaftsabbr\u00fcche verschrieben haben sich <a href=\"https:\/\/doctorsforchoice.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Doctors for Choice<\/a> \u2013 sie wollen ihr in langj\u00e4hriger Erfahrung gesammeltes Wissen aus der Praxis im Sinne reproduktiver Rechte und Gerechtigkeit einsetzen. Dazu geh\u00f6rt in besonderem Ma\u00dfe, \u00fcber die M\u00f6glichkeiten und Bedingungen von Abtreibungen zu informieren. In ihrem Beitrag f\u00fcr das Dossier stellen <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/medikamentoeser-schwangerschaftsabbruch-zuhause-moeglichkeiten-digitaler-unterstuetzung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Jana Maeffert <\/strong>und <strong>Dani Nikitenko<\/strong><\/a><strong> <\/strong>Informationen \u00fcber den medikament\u00f6sen Schwangerschaftsabbruch insbesondere in Deutschland zusammen und schildern, wie dieser digital begleitet und unterst\u00fctzt wird. Sie machen deutlich, dass ein selbstbestimmter Abbruch in der eigenen vertrauten Umgebung nicht nur rechtlich m\u00f6glich, sondern auch sicher und f\u00fcr die betroffenen Personen oftmals die richtige Wahl ist. Dabei ist auch diese Form der Wissensvermittlung nicht frei von Komplikationen So schildern WoW wie auch Doctors for Choice Probleme mit Falschinformationen, Abtreibungsgegner*innen oder Berichten von der Unterdr\u00fcckung oder L\u00f6schung ihrer Informationen. Deutlich wird hier, wie umk\u00e4mpft die Verbreitung von Wissen in digitalen R\u00e4umen ist, speziell \u00fcber k\u00f6rperliche Selbstbestimmung und reproduktive Rechte, und dass aufkl\u00e4rerische und emanzipative Arbeit bis heute von H\u00fcrden und Schwierigkeiten gepr\u00e4gt ist.\u00a0<a href=\"https:\/\/netzforma.org\/reproduktive-gerechtigkeit-in-der-digitalisierung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Derya Bin\u0131\u015f\u0131k<\/strong><\/a> richtet in ihrem Audiobeitrag ihren Blick ebenfalls auf reproduktive Gerechtigkeit im Kontext der digitalen Transformation, konkret mit Blick auf Reproduktionstechnologien. Gerade in diesem Kontext gelte es, alle Akteur*innen in den Blick zu nehmen und strukturelle Diskriminierung vorzubeugen. Dabei m\u00fcssen uns immer wieder die Frage stellen, ob wir das, was technologisch m\u00f6glich ist, wirklich wollen, und welche Interessen dabei in erster Linie vertreten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Vermittlung von Wissen nehmen auch weitere digitale Infrastrukturen eine besondere Rolle ein. Gemein sind digitale Applikationen wie Apps, die elektronische Patient*innenakte oder Online-Kurse sowie Angebote im App-Bereich, die schwangere Personen in dieser Zeit begleiten, sind hier endlos. Wer einmal durch den App-Store nach Schwangerschaftsapps gescrollt hat, wird \u00fcberw\u00e4ltigt und ratlos zur\u00fcckgelassen, ganz \u00e4hnlich wie bei Zyklus-Trackings-Apps. Zudem ist es unersichtlich, was mit den ganzen Daten passiert, die all diese Apps sammeln. Die Suche nach einer Open-Source Alternative, die nur lokal die Daten auf dem Smartphone speichert, scheint vergeblich. Auch ein Blick in die einzelnen Apps zeichnet ein Bild einer Unzahl an wenig verwertbaren Informationen \u2013 \u201cDein Baby ist nun so gro\u00df wie eine Avocado\u201d, \u201cjetzt ist es an der Zeit mit deinem Partner \u00fcber eine gr\u00f6\u00dfere Wohnung oder vielleicht ein Haus nachzudenken\u201d, \u201cTipps f\u00fcr den Papa: nimm deiner Frau Aufgaben im Haushalt ab\u201d \u2013 und ist dar\u00fcber hinaus an cis-heteronormativen Familienmodellen orientiert. Die Frage nach einer App, die sich an feministischen Standards messen lassen kann, taucht also unwillk\u00fcrlich auf.\u00a0 Eine App, die die Selbstbestimmung in der Schwangerschaft in den Mittelpunkt r\u00fccken m\u00f6chte, ist <a href=\"https:\/\/www.uma-app.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">uma<\/a>. Die App wurde von Hebammen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und werdenden Eltern entwickelt. Die urspr\u00fcngliche Idee dazu kam von<a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitale-schwangerschaftsbegleitung-fuer-mehr-selbstbestimmung-empathie-und-wissenschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <strong>Mirjam Peters<\/strong> <\/a>\u2013 in ihrem Beitrag erl\u00e4utert Mirjam, warum eine Schwangerschaft ein pr\u00e4gender Zeitraum ist, und weshalb\u00a0 gerade dann feministische Perspektiven eine so wichtige Rolle spielen und wie bzw. ob digitale Applikationen uns zu einer selbstbestimmten Schwangerschaft verhelfen k\u00f6nnen.\u00a0Apps bieten dabei die M\u00f6glichkeit einer, wie Mirjam schreibt, \u201cgute[n] gesundheitliche[n] Begleitung\u201d. Sie bieten Ressourcen, um Schwangere gezielt anzusprechen: Sie sollen weder \u201cverniedlicht, eingesch\u00fcchtert, von oben herab angesprochen\u201d werden \u2013 dies verkleinere ihren Reaktionsraum und damit die Selbstbestimmung. Vielmehr gehe es darum, Apps als M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume zu verstehen, die \u201ceine Ansprache auf Augenh\u00f6he\u201d leben \u2013 und zwar indem unterschiedliche medizinische Optionen pr\u00e4sentiert, diskutiert und f\u00fcr schwangere Personen nachvollziehbar aufbebreitet werden. Die Komprimierung wissenschaftlichen Wissens in einer digitalen Applikation soll so zum Hebel einer selbstbestimmten Schwangerschaft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es um k\u00f6rperliche Selbstbestimmung und reproduktive Rechte im Kontext des Digitalen geht, darf auch ein Blick in die Praxis nicht fehlen. So nehmen uns die beiden Hebammen <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitalisierung-der-hebammenarbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Luisa Strunk<\/strong><\/a> und <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/transparenz-fuer-mehr-selbstbestimmung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Francesca Orru<\/strong><\/a><strong> <\/strong>mit in ihren Arbeitsalltag. Luisa Strunk geht in ihrem Beitrag auf den Einzug digitaler Anwendungen in ihrem Arbeitsalltag ein und wie sich dieser durch die Einf\u00fchrung der digitalen Patient*innenakte und der M\u00f6glichkeit von Online-Kursen sowie -Beratungen zunehmend ver\u00e4ndert. Damit dies im Sinne der Praktiker*innen geschieht, fordert sie, dass \u201cHebammen in Zukunft beim Ausbau der Telematikinfrastruktur besser mitgedacht werden\u201d m\u00fcssen. Nur so k\u00f6nnen Prozesse der Digitalisierung nachhaltige, d.h. reproduktive Rechte f\u00f6rdernde Wirkung entfalten. Auch f\u00fcr Hebammen spielen die sozialen Medien zunehmend eine zentrale Rolle, wie Francesca Orru in ihrem Beitrag schildert. Sie k\u00f6nnen Mittel zum Zweck des Streikens und der dazu notwendigen Vernetzung sein, sowie auch als Medium f\u00fcr sexuelle Aufkl\u00e4rung rund um die Themen Geburt und Geschlecht dienen. Das veranschaulicht etwa der Instagram-Account und der zugeh\u00f6rige Blog von <a href=\"https:\/\/hallohebamme.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">HalloHebamme<\/a>. Doch mangelnde Transparenz und Zensur in sozialen Medien sind auch hier an der Tagesordnung \u2013 etwa indem die \u00f6konomische Logik auf Reichweite setzt, welche allzu oft mit tradierten patriarchalen Strukturen verbunden ist und dabei der Selbstbestimmung von Geb\u00e4renden sowie ihren wichtigsten Helfer*innen, den Hebammen, allzu oft einen Strich durch die Rechnung machen.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Audio-Beitrag wirft <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitalisierte-krankenhaeuser\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Mandy Mangler<\/strong><\/a>, Chef\u00e4rztin f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe, f\u00fcr uns einen Blick auf den Zusammenhang von gyn\u00e4kologischer Arbeit und Digitalisierung im Krankenhaus und lotet aus, wie die Digitalisierung im Krankenhaus eine Chance f\u00fcr die f\u00fcrsorgliche Beziehung zwischen Patient*innen und Pflegepersonal darstellen kann. <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/unsicherheit-im-umgang-mit-der-digitalisierung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Katharina Mosene<\/strong><\/a> blick in ihrem Audiobeitrag ebenfalls in den Bereich Medizin und lotet Schwierigkeiten im Umgang mit der Digitalisierung aus \u2013 sei es im Bereich Datenschutz oder dem Einsatz von K\u00fcnstlicher Intelligenz.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcrsorge als Kern des allseits verwendeten Begriffs der Care-Arbeit meint das F\u00fcr-andere-sorgen, sich k\u00fcmmern, Verantwortung \u00fcbernehmen. Dabei geht es nat\u00fcrlich\u00a0um mehr als die Umsorgung von Kindern und schlie\u00dft auch die Betreuung und Pflege von Angeh\u00f6rigen hohen Alters oder Menschen mit Behinderung ein. Auf diesen Zusammenhang geht <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/digitalisierung-braucht-care-arbeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Katharina Klappheck<\/strong><\/a> in einem Audiobeitrag f\u00fcr das Dossier genauer ein. Katharina macht deutlich, dass Menschen mit Behinderung nicht nur als Sorge-Empf\u00e4nger*innen betrachtet werden d\u00fcrfen, sondern selbst auch Sorget\u00e4tigkeiten leisten \u2013 und das auch im digitalen Raum. Im Wiederabdruck des Beitrags von <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/harmonys-future-no-future-w-o-harmony\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Constanze Erhard<\/strong><\/a> mit dem Titel \u201cHarmony\u2019 Future I No Future w\/o Harmony\u201d werfen wir einen Blick auf das Thema Sexrobotik. <a href=\"https:\/\/netzforma.org\/chatbot-gegen-einsamkeit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Paula Ziethmann<\/strong><\/a> behandelt in ihrem Beitrag das Thema der Freund*innenschaft zwischen Mensch und Maschine und geht der Frage nach, ob Chatbots gegen menschliche Einsamkeit helfen k\u00f6nnen und somit eine wichtige Sorget\u00e4tigkeit leisten k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Das Dossier beabsichtigt an dieser Stelle nicht, einen umfassenden Blick auf den Zusammenhang zwischen Care-Arbeit, reproduktiver Gerechtigkeit und Digitalisierung zu geben \u2013 vielmehr stellt es einen Startpunkt f\u00fcr eine in der Zukunft noch intensiver zu leistende Auseinandersetzung dar. Deutlich wird jedoch, dass auch im Digitalen weiterhin ein geschlechtsspezifisches Bild von Care-Arbeit vorherrscht, welches vor allem Frauen und weiblich gelesene Menschen in die Pflicht nimmt. Dass sich dieses Narrativ auch im digitalen Raum festigt, haben die Beobachtungen zu Elternschaft auf Instagram oder die mangelnde Transparenz sozialer Medien f\u00fcr feministische Themen wie die der Hebammenarbeit deutlich gemacht. Zwar haben sich die M\u00f6glichkeiten der Wissensvermittlung diversifiziert, ausschlie\u00dflich emanzipatorisch sind diese jedoch keineswegs. Vielmehr pr\u00e4gen im Digitalen in hohem Ma\u00dfe \u00f6konomische Verwertungslogiken die Handlungsm\u00f6glichkeiten. Damit kommt es zu einer spannungsgeladenen Gleichzeitigkeit: W\u00e4hrend wir zunehmend beobachten, dass die Arbeit von Pflegeberufen und Care-Arbeit politisiert wird \u2013 wir denken hierbei vor allem an die Streiks von Pflegekr\u00e4ften etwa in den Berliner Krankenh\u00e4usern \u2013, spielt sich im Digitalen eine monet\u00e4re Abwertung digitaler Sorgearbeit ab. Feministische Netzpolitik muss gerade zu solchen Entwicklungen Antworten suchen und in Zukunft finden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><em>Einige abschlie\u00dfende Worte zum Format des Dossiers<\/em>. Das Dossier setzt sich aus l\u00e4ngeren schriftlichen Beitr\u00e4gen und k\u00fcrzeren Audio-Beitr\u00e4gen zusammen. Beide Formate nehmen dabei einen gleichwertigen Platz im Dossier ein und decken somit unterschiedliche Formate ab. W\u00e4hrend die schriftlichen Beitr\u00e4ge meist mehr Raum haben, ein Thema grundlegender zu behandeln, sind die Audiobeitr\u00e4ge als Impulse gedacht und sollen sowohl knappe Einblicke, wie auch Denkanst\u00f6\u00dfe leisten.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine Einf\u00fchrung in das Thema der feministischen Netzpolitik: Francesca Schmidt, <strong><a href=\"https:\/\/shop.budrich.de\/produkt\/netzpolitik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Netzpolitik. Eine feministische Einf\u00fchrung. (2020)<\/a> <\/strong>Verlag Barbara Budrich.<\/li>\n\n\n\n<li>Eine Einf\u00fchrung in das Thema der reproduktiven Gerechtigkeit: <a href=\"https:\/\/www.edition-assemblage.de\/buecher\/mehr-als-selbstbestimmung-kaempfe-fuer-reproduktive-gerechtigkeit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Mehr als Selbstbestimmung! K\u00e4mpfe f\u00fcr reproduktive Gerechtigkeit <\/strong>(2021)<\/a> herausgegeben von kitchen politics und mit Beitr\u00e4gen von Loretta J. Ross, Susanne Schultz, Jin Haritaworn und Anthea Kyere. Erschienen bei edition assemblage.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Care und Digitalisierung weben ein Netz vielf\u00e4ltiger Zusammenh\u00e4nge. Umso wichtiger erscheint dabei eine genuin netzfeministische Perspektive, die Sorgearbeit in einer umfassenden Digitalisierung vielf\u00e4ltiger Lebensbereiche ernst nimmt. von Ann-Kathrin Koster und Hannah Lichtenth\u00e4ler Care-Arbeit ist ein Kosmos unterschiedlicher T\u00e4tigkeiten: Sorgearbeit ist reproduktive Arbeit, insofern, als dass sie auf den Erhalt menschlichen Lebens abzielt und damit einen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[31],"tags":[16,38,79,50,29,63,54,42,17,37,41,45,44,61],"class_list":["post-1757","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-dossier","tag-algorithmen","tag-care-arbeit","tag-datenschutz","tag-digitale-hausfrau","tag-digitalisierung","tag-elternschaft","tag-hebamme","tag-instagram","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-mental-load","tag-mutterschaft","tag-reproduktive-gerechtigkeit","tag-reproduktive-rechte","tag-soziale-medien"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.0","language":"en","enabled_languages":["de","en"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"en":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v26.3 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Care &amp; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_US\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Care &amp; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Netzforma* e.V.\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2022-12-08T13:46:07+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2022-12-17T12:54:30+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"netzforma*\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Written by\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"netzforma*\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"20 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\"},\"author\":{\"name\":\"netzforma*\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/bac22cdea72406f51f0f92335b1dea02\"},\"headline\":\"Care &#038; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung\",\"datePublished\":\"2022-12-08T13:46:07+00:00\",\"dateModified\":\"2022-12-17T12:54:30+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\"},\"wordCount\":3748,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#organization\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\",\"keywords\":[\"algorithmen\",\"Care-Arbeit\",\"Datenschutz\",\"Digitale Hausfrau\",\"Digitalisierung\",\"Elternschaft\",\"Hebamme\",\"Instagram\",\"k\u00fcnstliche intelligenz\",\"Mental Load\",\"Mutterschaft\",\"reproduktive Gerechtigkeit\",\"reproduktive Rechte\",\"soziale Medien\"],\"articleSection\":[\"Dossier\"],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\",\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\",\"name\":\"Care & Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\",\"datePublished\":\"2022-12-08T13:46:07+00:00\",\"dateModified\":\"2022-12-17T12:54:30+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-US\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\",\"contentUrl\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\/\/netzforma.org\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Care &#038; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#website\",\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/\",\"name\":\"Netzforma* e.V.\",\"description\":\"Verein f\u00fcr feministsiche Netzpolitik\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/netzforma.org\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-US\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#organization\",\"name\":\"Netzforma* e.V.\",\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/logo\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cropped-netzforma_512_quadrat-5.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cropped-netzforma_512_quadrat-5.png\",\"width\":177,\"height\":182,\"caption\":\"Netzforma* e.V.\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/logo\/image\/\"}},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/bac22cdea72406f51f0f92335b1dea02\",\"name\":\"netzforma*\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-US\",\"@id\":\"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c4e16c3a4d6e41bfa400421dbb08afbbc5b277ae21b15cc353cdef9338f14ca8?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c4e16c3a4d6e41bfa400421dbb08afbbc5b277ae21b15cc353cdef9338f14ca8?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"netzforma*\"},\"url\":\"https:\/\/netzforma.org\/en\/author\/netzforma2018\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Care & Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","og_locale":"en_US","og_type":"article","og_title":"Care & Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.","og_url":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","og_site_name":"Netzforma* e.V.","article_published_time":"2022-12-08T13:46:07+00:00","article_modified_time":"2022-12-17T12:54:30+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg","type":"","width":"","height":""}],"author":"netzforma*","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Written by":"netzforma*","Est. reading time":"20 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung"},"author":{"name":"netzforma*","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/bac22cdea72406f51f0f92335b1dea02"},"headline":"Care &#038; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung","datePublished":"2022-12-08T13:46:07+00:00","dateModified":"2022-12-17T12:54:30+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung"},"wordCount":3748,"publisher":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/#organization"},"image":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg","keywords":["algorithmen","Care-Arbeit","Datenschutz","Digitale Hausfrau","Digitalisierung","Elternschaft","Hebamme","Instagram","k\u00fcnstliche intelligenz","Mental Load","Mutterschaft","reproduktive Gerechtigkeit","reproduktive Rechte","soziale Medien"],"articleSection":["Dossier"],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","url":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung","name":"Care & Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung - Netzforma* e.V.","isPartOf":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg","datePublished":"2022-12-08T13:46:07+00:00","dateModified":"2022-12-17T12:54:30+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#breadcrumb"},"inLanguage":"en-US","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#primaryimage","url":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg","contentUrl":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/Key-Visual-1024x768.jpeg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/netzforma.org\/care-digitalisierung-reproduktion-in-der-digitalisierten-gesellschaft-eine-einleitung#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/netzforma.org\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Care &#038; Digitalisierung. Reproduktion in der digitalisierten Gesellschaft. Eine Einleitung"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#website","url":"https:\/\/netzforma.org\/","name":"Netzforma* e.V.","description":"Verein f\u00fcr feministsiche Netzpolitik","publisher":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/netzforma.org\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-US"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#organization","name":"Netzforma* e.V.","url":"https:\/\/netzforma.org\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cropped-netzforma_512_quadrat-5.png","contentUrl":"https:\/\/netzforma.org\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/cropped-netzforma_512_quadrat-5.png","width":177,"height":182,"caption":"Netzforma* e.V."},"image":{"@id":"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/logo\/image\/"}},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/bac22cdea72406f51f0f92335b1dea02","name":"netzforma*","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-US","@id":"https:\/\/netzforma.org\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c4e16c3a4d6e41bfa400421dbb08afbbc5b277ae21b15cc353cdef9338f14ca8?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/c4e16c3a4d6e41bfa400421dbb08afbbc5b277ae21b15cc353cdef9338f14ca8?s=96&d=mm&r=g","caption":"netzforma*"},"url":"https:\/\/netzforma.org\/en\/author\/netzforma2018"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1757"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1757\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2092,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1757\/revisions\/2092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/netzforma.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}